google-site-verification=YH2q0GamxuBGl1qV7ricoQL3nWE1D6EaWslbGN0HiSg "Lebendige Luppe": Schutz für Sportstätten

"Lebendige Luppe": Schutz für Sportstätten


Ein für Böhlitz-Ehrenberg brisantes Thema stand auf der Tagesordnung der Ortschaftsratssitzung vom 26. Januar – die Projekterweiterung der »Lebendigen Luppe«.

Ortsvorsteher Denis Achtner hatte dazu Jens Riedel vom Amt für Stadtgrün und Gewässer eingeladen, der mit seinem Amtsleiter, Rüdiger Dittmar, dieser Einladung folgte. Im nachfolgenden Vortrag erläuterte Riedel die Projekterweiterungen und die dadurch entstehenden höheren Kosten von nun insgesamt 15 Millionen Euro. Die für den nördlichen Auenwald wohl bedeutendste Änderung betrifft die Menge der geplanten Wassereinleitung. Im Planungsbeschluss von 2012 war die Menge der Wasserzuführung über die neu zu modellierende »Lebendige Luppe« auf 2,5 m3/s festgelegt. Nun plane man mit einer Menge von 30m3/s. Anhand von Kartenmaterial veranschaulichte Riedel die zu erwartenden Flutungsbereiche bei den zukünftigen kleinen Hochwasserereignissen, die aller ein bis fünf Jahre stattfinden. Als die Sprache auf geplante Schutzmaßnahmen für Agrarflächenbesitzer kam, fragte Achtner nach, ob auch für die Sportstätten und den Kleingartenverein am nördlichen Ortsrand Schutzmaßnahmen geplant seien, da auf den Karten deutlich erkennbar war, dass diese dann wieder unter Wasser stünden. Diese Problematik sei der Stadtverwaltung bekannt. Hier gebe es Überlegungen einer Geländemodellierung entlang der betroffenen Sportstätten und des Kleingartenvereins, um diese vor den dann häufiger auftretenden Auwaldflutungen zu schützen, so der Amtsleiter, Rüdiger Dittmar. Diese Geländemodellierung könne aber kein Schutz für größere Hochwasserereignisse wie dem von 2013 sein. Herr Achtner gab gegenüber den Vertretern der Stadt zum Ausdruck, dass sich der Ortschaftsrats dessen bewusst sei begrüßte aber ausdrücklich den Vorschlag der Geländemodellierung. Auch Andreas Faulhaber, der im Vorfeld mehrfach im Stadtrat auf die Hochwasserproblematik in Böhlitz-Ehrenberg hinwies, bedankte sich bei den Vertretern der Stadt: »Ich habe den Eindruck, dass unser Problem angekommen ist.« Jetzt müssen wir gemeinsam schauen, wie wir die Schutzmaßnahmen in das ökologische Projekt der Wiedervernässung der Aue einbringen können.«

Riedel und Dittmar erläuterten auch, wie die zukünftige Einspeisung des Nahlewassers in die Aue erfolgen soll. Es gebe hier zwei Möglichkeiten, die momantan noch in der Prüfung seien. Zum einen könnte am Nahleauslassbauwerk ein Querbau errichtet werden, um die Nahle für die angedachte Flutung der Aue anzustauen und über das Nahleauslassbauwerk zu fluten. Die ständige Wasserführung der »Lebendigen Luppe« solle über die »Kleine Luppe« erfolgen. Nachdem die anwesenden Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen zum Projekt gestellt hatten, bedankte sich Herr Achtner bei den Vertretern der Stadtverwaltung für Ihr Erscheinen und die Einbringung der Beschlussvorlage. Die Ortschaftsräte stimmten der Vorlage mit der Ergänzung der Geländemodellierung als Schutzmaßnahme am Rande der Sportstätten einstimmig zu.

Im Punkt Informationen wies Ortsvorsteher Achtner erneut auf das Problem der abgeriegelten Zufahrt zum Nettomarkt nahe der Schönauer Landstraße hin. Die Maßnahme des Grundstückseigentümers resultiere aus einem Streit mit der Supermarktkette über die Nutzung der Straße, die über Privatgelände führt. »Ich hatte bereits im Sommer bei der Supermarktzentrale angefragt, ob es denn im Sinne des Marktes sei, dass die Kundschaft längere Wege habe«, so Achtner. »Ich erhielt lediglich die Antwort, dass man sich in Verhandlungen befände.« Achtner führte weiter aus, dass es unschön sei, dass die Bürgerinnen und Bürger nun einen längeren Weg in Kauf nehmen müssten. Die Zuwegung sei fußtechnisch aber über die Straße »Gartengrund« und mit dem PKW über die Schönauer Landstraße möglich.

In der Bürgerfragestunde brachte diesbezüglich auch ein Bürger seinen Unmut mit diesem Zustand zum Ausdruck und konnte sich mit der Aussage, dass man keinen Einfluss auf die Streitigkeiten der zwei Parteien habe, nicht abfinden. Fragen gab es auch über die Zuständigkeit bei umgefallenen Bäumen im Wald, und warum diese nicht sofort beseitigt würden. Herr Faulhaber erläuterte darauf kurz, dass es durchaus gewollt sei, dass Totholz in der Aue lege. Herr Achtner informierte weiter, dass gerade in den Wintermonaten zahlreiche Arbeiten im Wald durch den zuständigen Stadtforst stattfänden. Über diese Maßnahmen informiert auch regelmäßig einmal im Jahr der Revierförster in einer der Ortschaftsratssitzungen. Weitere Fragen gab es zu einer möglichen Geschwindigkeitsreduzierung in der westlichen Heinrich-Heine-Straße, zu in Parkverbotszonen stehenden PKW und zu verstopften Straßeneinläufen.

Die nächste Sitzung des Ortschaftsrates findet am 2. März, um 18.30 Uhr im Salon Böhlitz des Soziokulturellen Zentrums »Große Eiche« statt.


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