google-site-verification=YH2q0GamxuBGl1qV7ricoQL3nWE1D6EaWslbGN0HiSg Anno dazumal: Wer erinnert sich?

Anno dazumal: Wer erinnert sich?


Im Ortsbild verschwindet immer mehr die historische Bausubstanz. In den 1990er Jahren wurden Areale großflächig und gewinnbringend beräumt, wie das Furnierwerk in der Auenstraße mit der denkmalgeschützten Schlobachschen Villa auf dem Werksgelände. Auch das Gelände der Gummiwarenfabrik ELGUWA in der Burgauenstraße wurde abgerissen und vermittelt durch Wildwuchs inzwischen einen fraglichen Anblick. Andere Objekte verfallen aufgrund von Vandalismus. Trauriges Beispiel dafür ist das Gebäude Leipziger Straße 2 – das ehemalige Ritterschlösschen. Die wenigsten werden noch wissen, dass das vor 1900 erbaute Gebäude einst ebenerdig stand und erst durch den Bau des Viaduktes über die Eisenbahnschienen nur noch über eine lange Treppe zu erreichen war. Als Gaststätte mit einem Tanzsaal und einem Sommersaal bildete das Ritterschlösschen das »Eingangstor« zu unserem Ort. Davon ist nicht viel geblieben.

In der Südstraße befinden sich die verlassenen, aber gesicherten Gebäude der Holzbearbeitungsmaschinenfabrik »Lorenz und Kirsten«. Straßenseitig kann man nicht erkennen, dass hinter dem in DDR-Zeiten errichteten Bürogebäude ein bauliches Kleinod versteckt ist. Die 1600 m2 große Fabrikhalle wartet noch auf einen Investor, der den baulichen Wert dieser Immobilie sowie des rotverklinkerten Verwaltungsgebäudes und der rückwärtigen Lagerhalle erkennt. Es wäre schade, wenn solche prägenden Gebäude aus dem Ort verschwinden würden.

Um so erfreulicher, wenn vorhandene Bausubstanz durch Umbau und Rekonstruktion erhalten wird. Dies kann man am Beispiel der Kleinlederwarenfabrik in der Fabrikstraße erkennen. Meterhohe Sonnenblumen vor der liebevoll und detailgetreu sanierten Fassade luden im Sommer in das neu entstandene Bistro ein. Ein wirklich schöner Farbtupfer in der durch Industrie geprägten Straße.

Das Gebäude des »Feldschlösschens« in der Heinrich-Heine-Straße erstahlt nach Sanierung auch wieder in neuem Glanz. Auch die Fabrik von »Koch & Schilling« in der Südstraße, vielen als Brandsohle bekannt, erlebt gerade die Rückkehr aus dem Dornröschenschlaf. Beim wöchentlichen Einkauf bei netto kann man unbewusst über Wochen das Baugeschehen verfolgen, welches zunächst mit weiträumigem Abriss einher ging. Zurzeit ist die ehemalige Fabrik samt Verwaltungsgebäude mit dem auffälligen Erker eingerüstet, wird entkernt und zur Wohnanlage umgebaut.

Auch das Mehnertsche Gut in der Auenstraße, eines der letzten noch erhaltenen Nachbargüter aus der dörflichen Zeit von Böhlitz, wird gerade saniert. Bei so vielen hoffnungsfroh stimmenden Baustellen, die den Erhalt unseres Ortsbildes unterstützen, macht ein Rundgang durch den Ort wieder Spaß.

In unserem Archiv fanden wir eine Aufnahme der Kreuzung Leipziger Straße/Südstraße. Entstanden ist dieses Foto nach 1907, da die Straßenbahn schon verkehrt. An dem Standort des heutigen Bistros »Toppgugger« sieht man einen kleinen Turm. Liebe Böhlitz-Ehrenberger, wer kann uns etwas zu diesem Bauwerk sagen, weiß, zu welchen Zweck es errichtet oder wann es abgerissen wurde? Über sachdienliche Informationen würden wir uns sehr freuen! Sie erreichen uns im Heimatmuseum. Ein Besuch ist immer lohnenswert. Heimatmuseum, Südstraße 10, geöffnet dienstags 15.00–18.00 Uhr.

Kirsten Haasch

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