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Atemschutz-Eignungsprüfung

Freiwillige Feuerwehr Böhlitz-Ehrenberg:



Jeder Angehörige der Feuerwehr, der im aktiven Einsatzdienst ist, muss gesundheitlich geeignet sein, um Atemschutzgeräte im Falle eines Brandeinsatzes tragen zu können. Um diese Eignung nachzuweisen, ist eine medizinische Untersuchung nötig, die sogenannte G26.3. Hier wird neben dem Check des Lungenvolumens, des Blutdrucks und der Herztätigkeit auch die körperliche Belastbarkeit unter­sucht. Um tauglich zu bleiben, muss die Ge­sund­heitsuntersuchung regelmäßig wiederholt werden. Des Weiteren ist es Pflicht, einmal im Jahr unter Atemschutz bei einem Einsatz oder einer Einsatz­übung zu arbeiten sowie theoretische und praktische Übungen, wie die Atem­schutz­notfallrettung, zu trainieren.


Wurde die G26.3 erfolgreich absolviert und ist das 18. Lebensjahr vollendet, darf der Lehrgang der Branddirektion Leipzig zum Atemschutzgeräteträger besucht wer­den. Dieser dauert fünf Samstage und gliedert sich in Theorie und Praxis. Das Erlernte wird auch direkt in der Praxis geübt. Hierbei wird der Umgang mit dem Pressluftatmer ins­beson­dere der Zusammenbau, die Sicht-, Dicht- und Funktionskontrolle sowie die Einsatz­kurzprüfung ausführlich behandelt. Im Einsatz muss jeder Handgriff sitzen, um das eigene Leben und das Leben anderer nicht zu gefährden. Ein besonderer Be­standteil des Lehrganges ist die Atemschutzübungsanlage. Auf dieser lernt man, wie man sich mit Pressluftatmer und Atemschutzmaske durch vernebelte Gänge, enge Röhren, kleine Öffnungen, Treppen und Löcher im Boden manövriert. Bevor es jedoch auf die Anlage geht, wird der Körper auf Betriebstemperatur gebracht. Hierzu wird im Vorfeld eine Strecke vom 250 Meter bei fünfprozentiger Steigung und 5 km/h auf dem Laufband absolviert, 20 m die sogenannte »Endlosleiter« bestiegen und zum Abschluss noch auf dem Fahrrad bei 50 Watt Tretwiderstand für eine gewisse Zeit gefahren. Der Lehrgang gilt als erfolgreich absolviert, wenn man die Übungsanlage ohne gesundheitliche oder konditionelle Probleme durchlaufen hat und noch die erforderliche Restluft von mindestens 50 bar im Gerät enthalten ist.

i. A. Mark Scholz