Danke, Trainer!

SG Leipzig-Bienitz e. V.:


Die SG Leipzig Bienitz ist ein Verein mit Herz, vor allem für die jüngsten und jungen Kicker. Jeder ist willkommen, hier dem schönsten Sport der Welt nachzugehen. In den letzten Jahren haben hier drei Trainer ihre Spuren hinterlassen, die nun ihre Mannschaften abgeben. Die beiden Trainer Holger und Markus verlassen schweren Herzens aus privaten Gründen den Verein. Sie haben in den letzten vier Jahren die F- und die E-Jugend mit großer Hingabe zu tollen Mannschaften geformt. Die Kinder kommen aus verschiedenen Ortsteilen, gehen auf verschiedene Schulen und in unterschiedliche Klassen und haben bei der SGB ein tolles Wir-Gefühl entwickelt. Vom Spielfeldrand hörte man nie ein böses Wort. Selbst wenn man mal zweistellig zurücklag, gab es immer aufmunternde Worte und ein Schulterklopfen nach Spiel­ende. Zum Schluss konnten die Eltern nur noch staunen, was aus dem kleinen chaotischen Häuflein für gut organisierte und großartig kombinierende Kicker geworden sind, die immer wieder große Moral bewiesen haben. Wir können mehr als stolz sein auf die Jungs und Mädels und natürlich ihre Trainer, ohne die das zweifelsohne nicht so funktioniert hätte.


Mit Christoph muss leider noch ein weiterer Trainer seine Mannschaft ziehen lassen. Der krönende Abschluss für ihn und seine Jungs nach vier Jahren war in dieser Saison die Staffelmeisterschaft der D-Jugend. Mit einem kleinen Kader, der in der Mitte der Saison leider seinen einzigen Stürmer an eine andere Mannschaft verloren hatte, ging es als Gruppenerster in die Rückrunde. Was alle unterschätzt hatten, war die unglaubliche Spielmoral, die die Mannschaft nach dem Weggang ihres Stürmers bewiesen hat: jeder wusste, worauf es ankommt, keiner konnte sich zurücknehmen in der Hoffnung, der Sturm wird es schon richten. Und so schossen von den zwölf Kickern der D-Jugend in dieser Saison mindestens elf ein Tor. Sie wirbelten nahezu auf jeder Position, waren sich nicht zu schade, jeden Weg zu gehen. Am vorletzten Spieltag hatten sie schließlich die Meisterschaft in der Tasche, auch weil der größte Mitfavorit Markranstädt, gegen den man am letzten Spieltag antreten sollte, eine Niederlage erlitt. Und wie wertvoll dieser glückliche Umstand für die Bienitzer Jungs war, stellte sich in der Woche nach dem vorletzten Spiel heraus: Corona hatte die Mannschaft heimgesucht und das letzte Spiel gegen Markranstädt musste abgesagt werden, weil der Kader zu klein war. Doch das Polster reichte und die Bienitzer reckten schließlich den Pokal in die Höhe! Mit einem tollen Abschlussfest, einschließlich Meisterfahrt per Kutsche durch Rückmarsdorf und Burghausen, konnten sich die Jungs von ihrem Trainer verabschieden und sagen Danke, lieber Christoph, für diese tolle Zeit!

Jana Plewka