Gebäudebrand auf Schlobachshof


In der Nacht zu Samstag, ist ein Stallgebäude auf dem Areal des Schlobachshofs abgebrannt. Als die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Böhlitz-Ehrenberg nach deren Alarmierung um 23.31 Uhr am Einsatzort eintrafen, stand das 30 x 5 m große Stallgebäude in Vollbrand. Mit drei C-Rohren wurde versucht, den Brand zu bekämpfen. Auch die Wehren aus Rückmarsdorf und Burghausen kamen bei der Brandbekämpfung zum Einsatz. Schließlich wurde der Entschluss gefasst, das Gebäude kontrolliert abbrennen zu lassen. Gegen 1.35 Uhr war der Brand dann gelöscht.


Die Brandursache konnte bis dato noch nicht ermittelt werden. Laut Polizeiaussage sei Brandstiftung aber nicht auszuschließen. Einige Indizien würden für eine Brandstiftung sprechen. So gibt es seit geraumer Zeit keine Versorgungsleitungen mehr, ein technischer Defekt eher unwahrscheinlich.


"Böse Zungen könnten jetzt behaupten, dass diese Art der "Sanierung" der Stadt in die Hände spiele", so Ortsvorsteher Denis Achtner. "Diese Spekulationen möchte ich keinen Nährboden geben, dennoch hat der Ortschaftsrat bereits vor mehreren Monaten vor diesem Szenario eindrücklich gewarnt." Diese Warnung ist sogar in einem Antrag zu sofortigen Sicherungsmaßnahmen gemündet, der vom Ortschaftsrat im November 2019 an Stadtrat und Stadtverwaltung ging. "Auf meine Nachfragen zum Sachstand und speziell, ob und welche Sicherungsmaßnahmen getroffen wurden, habe ich bis dato keine Antwort erhalten", so Achtner weiter. "Generell ist die Informationspolitik in Sachen Schlobachshof eher dürftig, eigentlich nicht vorhanden, wenn wir nicht Vertreter der Stadtverwaltung in unsere Sitzung einladen würden. Von den Ausgleichsmaßnahmen zum Beispiel habe ich nur aus der Presse erfahren, ebenso, dass ab Januar erste Gebäudebestände abgerissen werden sollen, und dass, obwohl es dem Ortschaftsrat zusteht, bei Angelegenheiten, die den Ort betreffen, informiert und angehört zu werden." So stehe auch noch die Vorstellung des Konzeptes aus. Dies soll nun in der nächsten Sitzung des Ortschaftsrates am 19. März erfolgen. Die Einladung dazu sei an den Ordnungs- und Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal persönlich ergangen.


In diesem Jahr feiert der Schlobachshof das 100-jährige Jubiläum seines Bestehens. Zurückzuführen ist der Hof auf den Böhlitz-Ehrenberger Industriepionier Franz Schlobach, der im Ort neben einer Ziegelei auch ein Furnierwerk betrieb und dies so erfolgreich, dass es in mehrere deutsche Städte expandierte und europaweit bekannt war. Auf dem Areal wurde nach der Stilllegung der Ziegelei der Schlobachshof errichtet. An 1929 erhielt der Hof den Status einer staatlichen Lehranstalt, war später Praktikumshof der Universität Leipzig und ab 1950 staatliche Lehranstalt für Landarbeit. Ab 1953 gehörte Schlobachs Hof zur Abteilung Kleintierzucht der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Nach der Wende ging der Hof 1992 in Privatbesitz über, wurde seit 1995 als Reiterhof genutzt.


"Vom 21. bis 23. August soll im Rahmen des 22. Ortsfestes dieses Jubiläum gefeiert werden" weiß Ortsvorsteher Achtner zu berichten. "Wir können nur hoffen, dass der Hof dann noch steht!"


Fotogalerie:



Fotos: Red., Heike Blum

Video Einsatzfahrten: https://shorturl.at/lqBM2



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