Krebs, Corona und keine Bleibe


Was wie ein Titel der zu DDR-Zeiten beliebten Kinderlexikareihe klingt, ist für Joe Winter und dessen Familie leider Realität. Gerade auf dem Weg der Genesung nach seiner schweren Krebserkrankung, entzog nicht nur Corona die Erwebrsquelle – Joe ist der Frontmann verschiedener Band­projekte, allen Voran der Partybandformation »Joe’s Company« – zu allem Übel steht nun wohl auch noch die Suche nach einem neuen Zuhause auf dem Programm. Doch von vorn.


Das Jahr 2012 stellte für Joe Winter ein Schicksalsjahr dar. Bei einem Arztbesuch erhielt er die Diagnose Krebs und fortan rückte die »Gesundungsarbeit« in den Vordergrund, die alle anderen Projekte in den Schatten stellte. Seiner Liebe – der Musik – blieb Joe aber immer treu und zog auch während der Erkrankung und trotz der Chemo und den Neben-wirkungen die Fäden hinter den Kulissen weiter und konnte schließlich den Krebs besiegen. Leider kam die Krankheit im vergangenen Jahr wieder zurück und traf Joe noch härter. »Die Chemo hat mich dieses Mal richtig umgehauen. Monatelang Krankenhaus mit nicht enden wollenden Nebenwirkungen. Mit dem Wissen von heute denke ich, dass die wenigsten Menschen am Krebs selbst sterben, sondern an den Nach- und Nebenwirkungen der Chemo. Es war einfach riesengroßer Mist. Naja, ich habe es geschafft und auch diesmal habe ich nicht vor, mich hängen zu lassen.«


Joe hat weiterhin ein festes Ziel vor Augen, er möchte unbedingt wieder auf der Bühne stehen und singen, allerdings ist der Weg dahin noch lang. »Die Operationen in Mund, Kiefer und Hals werden mich bestenfalls noch Jahre beschäftigen. Momentan kann ich ausschließlich nur flüssige Nahrung aufnehmen. Und auch das nur langsam und voll konzentriert, damit es nicht in die »falsche Kehle« läuft. Die Kau- und Schluckmechanismen sind zerstört. Dafür erhalte ich jeden Monat eine Lieferung hochkalorischer Kost in Form von Trinknahrung. Also wird selbst ein Tagesausflug zum Planungsmarathon, damit ich mich ernähren kann. Ich will nicht jammern, kämpfe und trainiere das alles weiter und möchte wieder oder weiterhin als Musiker mein Geld verdienen.«



Den Gang zum Sozialamt möchte Joe gerne vermeiden, weil ihm dies die Grundlage für weitere Auftritte nehmen würde, denn ehe Geld vom Staat fließe, müsse er all sein Equipment verkaufen. »Ich kann sagen, dass ich mit diesem Beruf meinen Traum lebe. Nur, wenn es gar nicht mehr geht, würde ich diesen aufgeben. Ich könnte durch meine Krankheit und den Grad meiner Behinderung von 100 % einfach alles an den Nagel hängen und dem Staat auf der Tasche liegen. So bin ich allerdings nicht erzogen und dafür liebe ich meinen Beruf auch einfach zu sehr. Außerdem hängen ja auch noch meine Mitmusikanten dran. Die müssten sich auch einen neuen Job suchen.« In Corona-Zeiten ist dies wohl ein fast aussichtsloses Unterfangen.



Stichwort Corona: Gerade für Künstler und Musiker stellen die vergangenen Monate eine große Herausforderung dar. Kaum Auftritte und somit auch kaum Einnahmen. Auch wenn Joe zur Zeit aufgrund seiner Krankheit nicht selbst hinter dem Mikro stehen kann, bietet er sozusagen als zweites Standbein Audio- und Videoproduktionen an. Aber auch hier ist zur Zeit an kein vernünftiges Einkommen zu denken.


Und zu all den widrigen Umständen gesellt sich nun ein weiteres Problem. Seit geraumer Zeit finden Sanierungs- und Umbauarbeiten am Waldmeistergebäude in der Auenstraße statt, in dessen Wohnhaus Joe mit seiner Frau Romy und dem Sohn wohnt. Das Verhältnis zum neuen Eigentümer sei angespannt, die Kommunikation liefe nur über den Bauleiter und schließlich erhielten die Winters die Kündigung, trotz Härtefalls und 100-prozentriger Schwerbehinderung. Die rechtliche Prüfung steht aus, aber Joe und Familie sind sich bewusst, dass die Zeiten in ihrem »Paradies« gezählt sind. »Es ist abzusehen, dass wir in unserem Zuhause nicht mehr froh werden. Deswegen suchen wir nun bezahlbaren Wohnraum. Wir brauchen 3,5 bis 4 Räume. Die Quadratmeter spielen da eine untergeordnete Rolle. Es muss bezahlbar sein. Durch unsere Wohnung im Waldmeister sind wir sehr verwöhnt. Ich kann an diesem Ort Wohnen und Arbeiten perfekt miteinander kombinieren. Als Berufssänger/Musiker würde ich gern nach meiner Genesung wieder in meinem Beruf arbeiten. Dazu muss ich immer wieder üben, gerade auch im Zuge meiner logopädischen Übungen. Gesang und Gitarre können schon anstrengend werden, wenn man unfreiwillig zuhören muss. Natürlich will ich eventuelle Nachbarn nicht stören, aber üben muss halt sein. Auch mache ich Studioaufnahmen, habe somit auch fremde Musiker zum Einsingen und einspielen verschiedener Instrumente da. Bisher war das kein Problem, da unser einziger direkter Nachbar seinen Wohn-/Schlafraum weit genug von meinem Büro weg hat. Desweiteren benötigen wir eine Garage/Lager für meine Musiktechnik. Möglichst in der Nähe. Das Rundumpaket unserer derzeitigen Wohnung mit Büro und Lager kann man durchaus mit einem Eigenheim vergleichen. Aber vielleicht gibt es ja jemanden da draußen, der eines zur Miete oder Pacht anzubieten hätte?


Unser Jüngster geht in die Böhlitz-Ehrenberger Oberschule. Das war sein sehnlichster Wunsch nach einigen Schnuppertagen an anderen Schulen. Ein Umzug würde einen Neustart mit Problemen bedeuten. Auch aus diesem Grund wollen wir gern im Raum Böhlitz-Ehrenberg, Gundorf, Burghausen, eben in schulerreichbarer Nähe bleiben. Vielleicht gibt es ja irgendwo in dieser Gegend jemanden, der uns Wohnraum vermieten/verpachten kann. Vielleicht gibt es ältere Herrschaften oder Damen in einem zu groß gewordenen Haus/Grundstück. Sie hätten natürlich dann auch gewisse Hilfe mit Familienanschluss. Wir hätten Möglichkeiten, dort mit wenig Aufwand in Eigeninitiative eine Wohnvariante und/oder Lager-Räumlichkeiten selbst zu errichten. Gibt es da jemanden, der jemanden kennt, der jemanden kennt?«


Sollten Sie sich jetzt angesprochen fühlen und Joe und seiner Familie eine entsprechende Wohneinheit, Grundstück oder Eigenheim anbieten können, dann melden Sie sich doch bitte direkt unter 0176/24999592 oder per E-Mail an joescompany@arcor.de. Wer mehr über Joe und seine Familie wissen möchte, der besuche folgenden Link.

Denis Achtner

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