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Rückschau »Hier las Goethe nie«

Bürgergesellschaft Böhlitz-Ehrenberg e. V.:


Zahlreiche Besucher auf dem Goetheplatz
Zahlreiche Besucher auf dem Goetheplatz

Am 30. Mai, Klärchen hatte einen feinen Tag am Himmel, wurde zum mittlerweile vierten Male literarisch gefeiert, dass Johann Wolfgang von Goethe, der alte Omnipräsente, in Böhlitz-Ehrenberg nie las. Kurz nachdem alle hungrigen Menschen des Stadtteils ihr Mittagessen genos­sen hatten, enterte das Orga­nisa­tionsteam Denis Achtner, Chris­topher Werge und Volly Tanner die kleine Lesebühne auf dem Goe­the­platz, um anwesende Neugier­linge zu begrüßen. 14.00 Uhr ging es dann äußerst abwechs­lungs­reich in die Vollen mit Wissen zu Wetter und Klima und Michaela Ko­schak, einem eloquenten Ge­spräch zu Dialekten mit Mike Petschel und eingeschobenen Tex­ten mit mir, dem Volly Tanner.


Leider haben diverse Umstände dafür Sorge getragen, dass Koma Kschentz und Mark Daniel nicht anwesend sein konnten, jedoch entzerrte dieser Verlust auch die Veranstaltungsplanung so, dass alles etwas gechillter vonstatten ging. Die großartige Violet Greens las vom Jazz und intonierte, Caro­lin Arndt begeis­terte mit Ge­schich­ten für Kin­der, Irene Zoch ließ sich von Denis Acht­ner bei der Premiere von Band Drei ihrer Wasser­trop­fen­bü­cher unter­stützen und die Schauer-Schwestern Elsa und Gloria be­rühr­ten mit ihren Vorträgen das Publi­kum. Schlussendlich gab es noch einen charmanten litera­ri­schen Höhepunkt mit Chris­topher Werge und seinem Sohn Tristan Theuer.


Vier Stunden haben sich Men­schen miteinander unterhalten, es wurde Kuchen weitergereicht, um das OakLab zu unterstützen, Flohmarkt-Teile gingen über Theken und in fremden Besitz über. Es wurde applaudiert und gelächelt, sich gefreut und herzlich miteinander umgegangen. So wie es sein sollte im großartigsten Stadtteil Leipzigs. Gemeinschaft entsteht dadurch, dass Räume für alle Menschen guten Willens ge­öffnet bleiben. Und so ist es auch irgendwie gut, dass Goethe nie in Böhlitz-Ehrenberg las. Sonst gäbe es ja dieses schöne Lesefest nicht. Wir danken allen Freiwilligen, die dieses Fest jedes Jahr so besonders machen. Und wir versprechen, hoch und heilig, dass wir wiederkommen. Im nächsten Jahr. Auf dem Goetheplatz in Böhlitz-Ehrenberg.

Volly Tanner


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