Schönauer Landstraße und Marktplatz

Aus der Ortschaftsratssitzung Böhlitz-Ehrenberg


Zu Beginn der Novembersitzung des Ortschaftsrates Böhlitz-Ehrenberg informierte Ortsvorsteher Denis Achtner, dass der ehemalige Ortsvorsteher Dietmar Kern verstorben sei, ebenso der langjährige Vorsitzende des Fördervereins Ortsgeschichte, Wolfgang Germanus. Darum bat Denis Achtner um eine Schweigeminute zum Angedenken.


Danach stand zunächst die Beschlussvorlage zur Deckensanierung in der Schönauer Landstraße auf der Tagesordnung. Angela Wydra vom Verkehrs- und Tiefbauamt erläuterte die Maßnahme, die ab Juni 2022 angedacht ist. Aufgrund von nicht unerheblichen Schäden an der Asphaltdecke mit zahlreichen Querrissen und Spurrinnenbildung in Verbindung mit der im Zuge des Georg-Schwarz-Brückenbaus zu erwartenden Verstärkung der Verkehrsbelastung werde eine Sanierung der Straßenoberfläche notwendig. Diese soll im Abschnitt Heinrich-Heine-Straße bis ca. 200 m vor dem Knotenpunkt an der Merseburger Straße erfolgen. Somit betrage die Baustreckenlänge 1327 m. Angela Wydra erläuterte auch, wie die Sanierung erfolgen werde. So sei der Straßenunterbau noch in einem guten Zustand, so dass rund vier bis zehn Zentimeter Asphalt abgefräst werden und im Nachgang 14 bis 20 cm neuer Asphalt wieder aufgebracht werde. All dies soll im Zeitraum von dreieinhalb Monaten fertiggestellt sein. Die Straße wird über diese Zeit vollständig gesperrt, Umleitungen werden ausgeschildert, Fuß- und Radweg sollen nutzbar bleiben. Die Kosten für diese Maßnahme betragen 771000 Euro, die von der Stadt vollständig aus Eigenmitteln zu tragen sind.


Ortsvorsteher Achtner fragte im Anschluss nach, warum die Arbeiten nicht bereits im letzten Jahr mit dem Bau des neuen Radweges erfolgten? Dies wurde mit unterschiedlichen Förderszenarien begründet. Der Radweg sei mit Fördermitteln bewerkstelligt worden, die Deckensanierung müsste die Stadt selbst finanzieren. Dafür seien entsprechende Verfahren einzuhalten und Beschlüsse einzuholen.


Im Hinblick auf die Planung zur Errichtung eines Fußweges auf der Schönauer Landstraße im Bereich Leipziger Straße bis Heinrich-Heine-Straße fragte Achtner an, ob es dann nochmals zu einer Sperrung der Straße in diesem Bereich kommen werde. Dies konnte nicht ausgeschlossen werden. Letztendlich stimmten die Ortschaftsräte der Sanierung aber einstimmig zu.

Im nächsten Tagesordnungspunkt informierte Ortsvorsteher Denis Achtner, dass es mit Vertretern des Verkehrs- und Tiefbauamtes, des Amtes für Stadtgrün und Gewässer sowie des Stadtplanungsamtes im Oktober einen Vor-Ort-Termin auf dem Marktplatz gegeben habe. Bei diesem Termin habe Achtner den schlechten Zustand der Brunnenanlage (diese sei nicht mehr zu reparieren) zum Anlass genommen, um prüfen zu lassen, wie der Platz umgestaltet und multifunktional eingesetzt werden könne. Der Platz entspreche in keiner Weise mehr den Anforderungen eines Marktplatzes, der den Mittelpunkt des Ortes repräsentieren soll. Zudem seien weitere Anforderungen an einen zentralen Platz entstanden. Die Stadt solle nun prüfen, wie man die Fläche des Platzes multifunktional nutzen könne. Achtner informierte weiter, dass man sich bei diesem Gespräch darauf verständigt habe, dass der Ortschaftsrat eine Machbarkeitsstudie beantragt, bei der dies geprüft werden kann. Den entsprechenden Antrag dazu verlas Achtner den anwesenden Ortschaftsräten, die einstimmig für die Beauftragung der Machbarkeitsstudie stimmten. Jetzt muss der Stadtrat da­rüber befinden.

Stadtrat Bert Sander ließ sich im Anschluss telefonisch zuschalten, um den Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen zur Aufstellung von drei Fluglärmmessstationen in Lindenthal/Breitenfeld, Lützschena-Stahmeln und Burghausen/Gundorf durch die Stadt einzubringen. Auch diesem Antrag stimmten die Ortschaftsräte einstimmig zu.


Dem Antrag der AfD zur Beseitigung von Winterschäden hingegen konnten die Mitglieder des Ortschaftsrates nicht zustimmen. Bei zwei Enthaltungen wurde der Antrag mehrheitlich abgelehnt. Nicht, weil der Ortschaftsrat etwas gegen die Beseitigung von Winterschäden habe, sondern weil es sowieso Aufgabe des Ortschaftsrates sei, Prioritäten der Straßensanierung – dazu zählen auch Winterschäden – an die Stadt zu übermitteln. Dem dazugehörigen Verwaltungsstandpunkt konnte dagegen wieder einstimmig zugestimmt werden.


Abschließend wurden die restlichen Brauchtumsmittel vergeben. Die Ortschaftsräte folgten dem Vorschlag des Ortsvorst