Unterstände, Radwegbau & Bielagarten

Informationen aus dem Ortschaftsrat Böhlitz-Ehrenberg


Werte Böhlitz-Ehrenbergerinnen und Böhlitz-Ehrenberger,


auch wenn zur Zeit aufgrund der Corona-Pandemie keine Ortschaftsratssitzungen stattfinden, heißt dies nicht, dass es nichts Neues aus unserem Ort zu berichten gibt. Da der Stadtrat am 29. April zwei Vorlagen zu behandeln hat, die zuvor durch die Ortschaftsräte behandelt werden müssen, erfolgte via Umlaufbeschluss die Meinungsbildung der Ortschaftsratsmitglieder.


Dem Antrag der Bündnisgrünen VII-A-00949 auf verwaltungsrechtliche Prüfung der aktuellen Ausbaupläne für den Flughafen Leipzig/Halle wurde einstimmig zugestimmt. Darin wird die Stadtverwaltung beauftragt, den von der Flughafen Leipzig/Halle GmbH geplanten umfangreichen Flughafenausbau von einer unabhängigen Kanzlei für Verwaltungsrecht dahingehend prüfen zu lassen, ob bzw. inwieweit die in Rede stehenden Erweiterungspläne nur ein Planänderungsverfahren oder aber ein neues Planfeststellungsverfahren verlangen bzw. beanspruchen.


Weiterhin wurde der Beschlussvorlage VI-DS-07020 – Übertragung des städtischen Wohnungsbestandes an die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH und die Saatzucht Plaußig Grundstücksgesellschaft mbH mehrheitlich bei fünf Pro-Stimmen und vier Gegenstimmen zugestimmt.


Nachfolgend möchte ich Ihnen einige Informationen zukommen lassen, die sonst immer im Punkt »Informationen« in der Ortschaftsratssitzung bekanntgegeben werden.


Fahrgastunterstände werden erneuert – 2021

Im Zuge des Austauschs der Fahrgastunterstände aufgrund des Betreiberwechsels wurde seitens der Bürger des öfteren angefragt, ob denn auch in Böhlitz-Ehrenberg neben dem bereits vorhandenen Unterstand an der Haltestelle »Ludwig-Jahn-Straße weitere neue Unterstände aufgebaut werden. Auf Nachfrage bei den zuständigen Stellen erhielt ich die Information, dass alle Fahrgastunterstände durch die Firma RBL Media ausgetauscht werden. Ein genauer Zeitpunkt kann aber nicht benannt werden, da die Fördermittelzusagen des Landes abzuwarten seien. Mit den Bescheiden werde in 2021 gerechnet. Zu den bisher vorhandenen Unterständen werden vier neue aufgestellt werden. Die neuen Standorte sind die Endhaltestelle der Buslinie 62 am Breitscheidhof, in der Bielastraße/Ecke Wilhelm-Winkler-Straße und in der Burghausener Straße/Leipziger Straße. Am Forstweg gegenüber der Nr. 200 wird für die Linie 7 ein neues Wartehäuschen errichtet. Weiterhin wurde von Amtsseite mitgeteilt, dass das Wartehäuschen an der Haltestelle »Barnecker Straße« stadtauswärts nicht mehr am alten Standort aufgestellt werden kann, da der Eigentümer das nicht mehr billigt. Daher muss die Haltestelle auf öffentlichen Grund versetzt werden, die Standortsuche sei in Arbeit. Der barrierefreie Ausbau dieser Haltestelle wurde auch zeitlich eingetaktet. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass dieser im Jahr 2030 (!) stattfinden soll. Begründet wird dies mit den anstehenden Bauarbeiten an den Georg-Schwarz-Brücken. Aber gerade der Ausbau dieser Haltestelle wäre dringend notwendig, da sich in unmittelbarer Nähe auch ein Seniorenheim befindet. Da wäre ein barrierefreier Einstieg für eingeschränkte Bewohner und begleitende Angehörige wichtig.


Fahrbahnsanierung der Leipziger Straße wird im Juli fortgesetzt

Vielleicht erinnern Sie sich, dass im vergangenen Jahr die Schäden im Gleisbereich der Leipziger Straße auf Höhe der Tankstelle großflächig beseitigt wurden. Die Arbeiten konnten aber aufgrund von verkehrsbehördlichen Anweisungen nur einseitig ausgeführt werden. Ich habe mehrfach nachgefragt, wann der 2. Bauabschnitt denn nun beginne. Seitens des Verkehrs- und Tiefbauamts wollte man sich an eine Fortführung der Arbeiten zunächst nicht erinnern. Erst als ich den getätigten Schriftverkehr mit der Information des zukünftigen Weiterbaus vorlegen konnte, wurde mitgeteilt, dass die Arbeiten stadtauswärts nun in der 28. und 29. Kalenderwoche – also Mitte Juli – erfolgen sollen, wenn die Straßenverkehrsbehörde dies genehmigt. Ich bleibe am Thema auf jeden Fall dran.


Bau Radweg Schönauer Landstraße

Seit dem 20. April laufen die Bauarbeiten zur Errichtung des Radweges entlang der Schönauer Landstraße bis zur Merseburger Straße. Der Ortschaftsrat hatte das Projekt in den vergangenen Jahren immer wieder in den Doppelhaushalten der Stadt Leipzig angemeldet. Hintergrund für den Ausbau ist der anstehende Neubau der Georg-Schwarz-Brücken. Um den Umleitungsverkehr und Beeinträchtigungen zu entzerren, soll der Radweg entlang der Schönauer Landstraße errichtet und der Einmündungsbereich zur Merseburger Straße verbreitert werden, um eine temporäre Lichtsignalanlage aufnehmen zu können. Die Arbeiten beginnen im Abschnitt Sprikkenweg bis Heinrich-Heine-Straße. Dafür wird die Schönauer Landstraße in Richtung Merseburger Straße halbseitig gesperrt und somit zur Einbahnstraße. Im zweiten Bauabschnitt von der Merseburger Straße bis zur Gewerbeeinfahrt wird eine Vollsperrung notwendig. Eine Umleitung erfolgt in beide Richtungen über die Merseburger Straße, Ludwig-Hupfeld-Straße und Leipziger Straße. Erneuert werden auch die Entwässerung und die Beleuchtung. Insgesamt 49 Lichtpunkte erhellen zukünftig die Straße und den Radweg. Im Herbst werden dann als Kompensationsmaßnahme 99 Alleebäume und 1200 m2 Feldhecken gepflanzt.


Bielagartenumbau deutlich im Bauverzug

Die Bauarbeiten zur Errichtung eines Kinderspielplatzes im Bielagarten liegen laut Aussage des Amtes für Stadtgrün- und Gewässer deutlich im Zeitplan zurück. Das Amt führt den Bauverzug auf die unzureichende personelle Situation der Baufirma zurück. Die in der Bauphase von der Baufirma nicht zu vertretenen Änderungen wie Grundstückszuwachs, Abbruch, Baumabgang und zusätzliche Fällung seien für den Bauverzug nicht ursächlich. Eine Fertigstellung des Spielplatzes soll noch im April erfolgen. Die tatsächliche Ingebrauchnahme hänge dann noch von der Flächenbeschaffenheit der Rasen- und Wiesenflächen ab, die wieder ordnungsgemäß herzustellen seien. Das Amt rechne mit einem Nutzungsübergang Mitte bzw. Ende Mai. Zwischenzeitlich wurde ich von einer Bürgerin darauf hingewiesen, dass mitten auf dem kleinen Hang, der im Winter (zumindest in denen, wo Schnee liegt) als Rodelhang genutzt wird, ein neues Bäumchen gepflanzt wurde. In seiner Sitzung im Dezember 2018 hatte sich der Ortschaftsrat explizit dafür ausgesprochen, dass diese Rodelmöglichkeit auch zukünftig uneingeschränkt zur Verfügung stehen soll. Vor Ort sprach ich den Sachverhalt bei einer Amtsvertreterin an und wies auf den Sicherheitsaspekt hin und unterstrich diesen auch nochmals in einem kurzen Anschreiben an das Amt. Mittlerweile wurde für das Bäumchen ein anderes Fleckchen gefunden, so dass dem Rodelspaß nun nur noch der fehlende Schnee im Winter entgegensteht. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

Denis Achtner, Ortsvorsteher

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