Georg-Schwarz-Brücken polarisieren

23.02.2018

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Bis auf den letzten Platz war der Große Saal des Soziokulturellen Zentrums »Große Eiche« am 22. Februar gefüllt. Der Grund dafür war die Vorstellung der Vorplanung zum Ersatzneubau der Georg-Schwarz-Brü­cken. Ehe Ortsvorsteher Denis Achtner das Wort an den Amtsleiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes, Herrn Michael Jana, übergab, bat er den in Vorruhestand gehenden Leiter der Außenstelle Böhlitz-Ehrenberg, Herrn Detlef Bäsler, nach vorn, um ihm für die geleistete Arbeit seit 2001 zu danken. Als Dankeschön überreichte Achtner eine Zusammenstellung von Präsenten und Souvenirs aus Böhlitz-Ehrenberg.

 

Nach kurzen Hinweisen zu den wieder aufgenommenen Bauarbeiten an der Georg-Schwarz- Stra­ße und damit verbundenen Einschränkungen des Individual- und Personennahverkehrs übergab Achtner das Wort an Michael Jana, der einleitend die Vorplanung kurz vorstellte und dann das Wort weitergab an Sachgebietsleiterin Kerstin Barwik, die das ab 2021 anstehende Bauprojekt näher erläuterte. Innerhalb von fünf Jahren (inklusive Bauvorbereitung und Nacharbeiten) sollen für rund 50 Millionen Euro die beiden Brücken erneuert werden und der bisherige zweifache Verkehrsknoten zu einem Verkehrsknoten zusammengefasst werden. Die Hauptverkehrstrasse Am Ritter­schlöß­chen/Ludwig-Hupfeldstraße soll dabei diagonal über die Bahnschienen verzogen werden. Der Ersatzneubau sei notwendig, da die Brücken (Baujahr 1964 und 1978) in einem desolaten baulichen Zustand seien und die kleine (stadteinwärtig gelegene) Brücke im Jahr 2022 ihre Betriebserlaubnis verliere.

 

Geplant für die neue Brücke seien eine separate Gleisführung in der Mitte der Brücke sowie eine barrierefreie

 

Haltestelle im Bereich zwischen den beiden Brücken. Der KFZ-Verkehr soll von der Georg-Schwarz-Straße in die Leipziger Straße in beide Richtungen mit zwei Geradeausspuren versehen werden, stadtauswärts mit einer separaten Rechtsabbiegespur in Richtung Auensee. Hinzu kämen Fahrradwege und Fußwege. Dazu muss der Brückenquerschnitt von bisher 12 m Breite um 13 m auf ca. 25 m erweitert werden. Dazu müssen die beiden ehemaligen und unter Denkmalschutz stehenden Wohnhäuser auf dem Gelände der Deutschen Bahn zwischen den Brücken abgerissen werden, um diesen Platz zu schaffen. Das ruinöse Polygraph-Gebäude hingegen soll stehen bleiben und für zukünftige Investoren zur Verfügung stehen. Ortsvorsteher Denis Achtner bat hier um Prüfung, ob nicht auch das Gebäude an der Ecke Leipziger Straße/Am Ritterschlößchen unter Denkmalschutz stünde – es handele sich dabei um die der Straße namengebende ehemalige Gaststätte Ritterschlößchen.

 

Die Straße am Ritterschlöß­chen wird im Kreuzungsbereich auch mehrspurig ausgebaut. In Richtung Auensee erfolgt der drei- bis zweispurige Ausbau bis zur Brücke über den Bauerngraben, dessen Brücke ebenfalls erneuert wird. Wer sich ein genaues Bild von der Planung machen möchte, dem sei die Vorlage der Stadt ans Herz gelegt. Diese finden Sie im Internet unter diesem Link >>.

 

Klaus Barthel von der Abteilung Brückenbau des Verkehrs- und Tiefbauamtes erläuterte danach die mit dem Bau einhergehenden Maßnahmen. Die einst geplante Errichtung einer Ersatzbrücke in Höhe Lise-Meitner-Straße über die Gleise sei hinfällig. Man habe sich entschlossen, halbseitig die neue Brücke zu errichten und auf der alten Brücke den Verkehr aufrecht zu erhalten. Nachdem die erste Hälfte der neuen Brücke stehe, werde der Verkehr dann halbseitig über diese geführt und der zweite Teil errichtet. Dies sei zwar im Bau teurer, aber leistungsfähiger als die Ersatzbrücke. Erläutert wurde auch, dass über die Lise-Meitner-Straße und die Burg­auenstraße ein Teil des Umleitungsverkehrs führen werde und diese Straßen im Vorfeld ertüchtigt werden. Ortsvorsteher Achtner fragte, wie genau diese Ertüchtigung aussehe, ob nur Asphalt auf das Kopfsteinpflaster aufgebracht werde oder ob die Straßen grundhaft ausgebaut und dann Gebühren auf die Anlieger umgelegt werden. Gerade in der Lise-Meitner-Straße ist davon auszugehen, dass im Untergrund einiges im Argen läge. Achtner unterstrich ausdrücklich, dass es nicht zu Lasten der Anwohner gehen könne, wenn die Stadt ihren Pflichten nicht nachkäme und Straßen bis zum Verschleiß herunterwirtschafte. Die Lise-Meitner-Straße und auch die Burgauenstraße hätten zuweilen noch Kopfsteinpflaster.

 

In der Fragestunde für Bürger wurde u. a. auch auf die hohe zu erwartende Belastung dieser beiden Straßen durch den Umleitungsverkehr hingewiesen und Lärmschutzmaßnahmen verlangt. Ebenfalls auf große Missgunst stieß der Sachverhalt, dass zwar das Linksabbiegen von der Brücke in die Heinrich-Heine-Straße ermöglicht werde, die Überquerung von der Heinrich-Heine-Straße in die Straße Am Ritterschlößchen aber nicht mehr möglich sei. Hier sehen die Bür­ger­innen und Bürger Probleme vor allem beim LKW-Zulieferverkehr für Siemens, Netto, Aldi etc., der sich dann vermutlich durch die engen, ebenfalls noch mit Kopfsteinpflaster versehenen Straßen Gutshofstraße und Barnecker Straße quälen müsste. Einhelliger Tenor seitens der Bürger: die Stadt solle nochmals prüfen, ob die direkte Querungsmöglichkeit nicht doch machbar wäre.

 

Achtner sprach bei dieser Gelegenheit auch das seit mehreren Jahren schwelende Problem in der Heinrich-Heine-Straße in der Kurve am Bistro mit Pfiff an, das nun durch die von der Brücke einbiegenden Fahrzeuge vergrößert werde und appellierte an den Amtsleiter, dieses Problem ernst zu nehmen. Die stadtauswärts fahrenden Fahrzeuge kämen mit 50 km/h in besagte Kurve und träfen da auf ihrer Fahrspur entgegenkommende Fahrzeuge, die auf einer langen Strecke am Fahrbahnrand abgeparkten Fahrzeugen ausweichen müssen. Hier sieht der Ortschaftsrat schon seit mehreren Jahren einen Unfallschwerpunkt. Knapp 45 Minuten beantworteten Michael Jana und seine Mitarbeiter weitere Fragen der BürgerInnen, die nicht alle zur Zufriedenheit aller Bürger beantwortet werden konnten. Ortsvorsteher Achtner unterstrich dabei, dass es sich um die Vorplanung handele und die letzendliche Planung ja nochmals im Ortschaftsrat vorgestellt werde. Somit nahmen die Ortschaftsräte die Vorlage einstimmig zur Kenntnis.

Fotos: Heike Blum

 

Einladung

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, sehr geehrte Ortschaftsräte,
zur öffentlichen Sitzung des Ortschaftsrates am Donnerstag, den 15. März 2018, 18.30 Uhr, Große Eiche, Salon Böhlitz, Leipziger Straße 81, lade ich Sie sehr herzlich ein.

 

 

 

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