Der »Förderverein Ortsgeschichte Böhlitz-Ehrenberg e. V.« gründete sich 1998 aus der AG Ortschronik neu und befasste sich zunächst unter der Leitung von Wolfgang Germanus mit dem Sichten, Neuordnen und Archivieren des umfangreichen Schrift- und Bildmaterials. Die Vereinsräume wurden im September 1998 im ehemaligen Gemeindeamt eröffnet. In den Ausstellungsräumen des Vereins ist Heimatgut aus den Bereichen Industrie, Handwerk und Landwirtschaft, sowie Architektur und Haushalt zu finden – das reicht von alter bis in die neue Zeit und ist der Öffentlichkeit zugänglich. Es gab auch Sonderaktionen: Weihnachtsausstellungen, eine öffentliche Adventsfeier mit Geschichten, Sängerinnen des Rundfunkchores, Bratäpfeln und dem Weihnachtsmann. Das fand natürlich großen Anklang bei Jung und Alt. So auch die Sonderausstellung »Vom Dorf zur größten Industriegemeinde der DDR«, eine Industrieausstellung im ehemaligen Getriebewerk, Ortsführungen und vieles mehr wurde initiiert.

 

Mit viel Arbeit und großem Fleiß wurden zusammen mit der Werbeagentur Kolb die Straßenhefte des Ortes zusammengestellt und an den Böhlitzer Heften mitgearbeitet. Dort fand viel Bildmaterial aus dem Archiv Verwendung. Auch die Straßenzusatzschilder und die Haustafeln an den geschichtlich interessanten Gebäuden sind sichtbare Zeichen der Arbeit unseres Vereins. Die Haustafeln laden zum kurzen Verweilen und Lesen über die Geschichte des betreffenden Objektes ein. Die meisten dieser Schilder befinden sich in der Auenstraße, die die älteste Straße im Ort ist, da sie als Dorfstraße die Orte Böhlitz und Ehrenberg verband.

 

Das Wahrzeichen von Böhlitz-Ehrenberg ist der Wasserturm, der im Jahre 1912 seiner Bestimmung übergeben wurde. Der Bau des Turmes war damals dringend notwendig, weil sich immer mehr Industrie ansiedelte, die Bevölkerungszahl wuchs und der Wasserbedarf ständig stieg. Aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums des Wasserturmes und seiner Sanierung im Jahre 2012 hatte der Verein in Zusammenarbeit mit der Wasserwirtschaft Leipzig eine gutbesuchte Ausstellung gestaltet, bei der die Besteigung des Turmes möglich war.

 

Auch ein vom Verein organisierter Mal- und Zeichenwettbewerb unter dem Thema »Unser lustigs­ter Wasserturm« fand große Resonanz. Die schönsten Ergebnisse sind noch heute in unseren Räumen zu finden. Aus dem Nachlass des Schmalfilmzirkels von Böhlitz-Ehrenberg stammt ein Film mit dem Titel »Am Rande der Großstadt«, der unseren Ort im Jahre 1960 dokumentiert. Dieser Film wurde vor einiger Zeit vom Verein öffentlich vorgeführt, was großes Interesse fand. Eine besondere Überraschung war der Besuch der Hauptdarstellerin dieses Films bei der Vorführung.

 

Im letzten Jahr haben wir die Ausstellungsräume des Vereins umgestaltet und durch viel Sehenswertes aus dem Archiv ergänzt – ein Besuch lohnt sich, um die Geschichte des Ortes für sich neu zu entdecken. Vielleicht finden Sie dabei Gefallen an unserer Arbeit und möchten gern mithelfen, denn zahlenmäßig sind wir mit sieben aktiven Mitgliedern ein sehr kleiner Verein. Über neue Mitglieder, die unsere Arbeit unterstützen, würden wir uns sehr freuen. An jedem Dienstag, von 15.00–18.00 Uhr, sind wir für Sie im alten Gemeindeamt in der Südstraße 10 da.

Angelika Kriehmig, Veinsvorsitzende und Wolfgang Germanus

 

 

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