Zentralmensa für Schulstandort Böhlitz-Ehrenberg kommt

15.12.2017

Haupttagesordnungspunkt auf der letzten Sitzung des Ortschaftsrates Böhlitz-Ehrenberg des Jahres war der Bau- und Finanzierungsbeschluss für die zentrale Schülerspeisung für den Schulstandort Böhlitz-Ehrenberg. Diese ist bekanntlich Voraussetzung für den Abriss des alten Grundschulgebäudes und dessen Ersatz- und Erweiterungsbaus. Für die Einbringung der Vorlage hatte Ortsvorsteher Denis Achtner vom Amt für Familie, Jugend und Bildung Herrn Jahnke und von der LES Herrn Steudten eingeladen und übergab den Gästen sogleich das Wort.

 

Aufgrund verschiedener Probleme sei man zu dem Schluss gekommen, dass eine Integration der Schülerspeisung in der Fortführung des 2. Bauabschnitts – also dem Ersatzbau des momentan noch genutzten Flachbaus der Grundschule Böhlitz-Ehrenberg – nicht für sinnvoll gehalten wird. Daher erhält der Schulstandort Böhlitz-Ehrenberg eine zentrale Mensa für Grund- und Oberschule. 

 

 

 

Nach der Prüfung verschiedener Varianten wird nun die Verortung der Mensa auf dem Areal des ehemaligen Containerbaus, an dessen Stelle sich momentan der Bolzplatz befindet, als beste Variante angesehen. Somit müssen nicht so viele Medienanschlüsse auf dem Schulhof umgelegt werden. Sowohl Grundschule als auch Oberschule sollen einen eigenen, überdachten Eingangsbereich zur Mensa erhalten, so dass sich für die Schüler getrennte Abläufe bei der Essensversorgung ergeben. Der Zentrale Speiseraum kann bei Bedarf in zwei bis drei Bereiche unterteilt werden. Während der Bauphase des Erweiterungsbaus der Grundschule werden temporäre Wände in diesen Speiseraum eingezogen, um zwei Gruppenräume und einen Hortraum herzustellen. 

 

Nach vollständig abgeschlossener Baumaßnahme sollen in der Mensa dann folgende Räume zur Verfügung stehen: 1 Speiseraum groß 286 qm, 1 Speiseraum klein 70 qm, 1 Lager 23 qm, 1 Ausgabe- und Spülküche 53 qm, Personalräume 16 qm, 1 Technikraum 10 qm, WC Räume 25 qm. Insgesamt wird eine Nutzfläche von 483 qm geschaffen. Die Gesamtkosten für die Errichtung der Zentralmensa betragen 1.812.500 Euro, von denen die Stadt Leipzig 455.657 Euro zu tragen hat. Der Rest wird durch Fördermittel des Landes finanziert. 

 

 

Herr Steudten gab auch Auskunft über den zeitlichen Ablauf. Aufgrund von Interventionen in den verschiedenen Ämtern und der Prüfung der verschiedenen Standortvarianten sei das Projekt in Verzug geraten. Auch gab es Starkniederschläge, die zu Überschwemmungen in der Oberschule führten und eine Prüfung des Entwässerungskonzeptes bewirkten. Vorsorglich habe die LESG aber schon vor drei Monaten das Baugenehmigungsverfahren eingereicht, so dass Anfang Januar die Arbeiten starten könnten. Gleichzeitig würden auch schon die Fördermittelanträge für den Erweiterungsbau der Schule eingereicht, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. 

 

Mit der Fertigstellung der Mensa sei im 2. Quartal des Jahres 2019 zu rechnen. Somit könnte im Sommer dann der Flachbau ausgelagert und danach mit dem Abriss und dem Neubau des Schulgebäudes begonnen werden. 

 

Im Anschluss stellte Ortsvorsteher Achtner einige Fragen, die ihm zuvor seitens der Elternvertreter zugearbeitet worden. Diese betrafen u. a. die Ausstattung der Schule nach Fertigstellung und die Befürchtung, dass die Toiletten in der Mensa in der Zeit des Interims nicht reichen. An dieser Stelle wurde auch der Hinweis seitens der Schulleitung gegeben, dass die Vierzügigkeit der Schule schon in der Zeit des Mensa-Interims eintreten könnte und dass die Kapazität schon jetzt am Limit sei. Hier Bat Herr Jahnke um Verständnis: "Zur Zeit erhalten wir ständig neue Zahlen, wieviele Kinder wo eingeschult werden. Wir können die Planung nicht jedes Mal anpassen, da kommen wir nie voran." Weiter führte er aus, dass wenn dieser Fall eintrete, natürlich geschaut werden müsse, was da gemacht werden kann. 

 

Kritisiert wurde seitens der Elternvertreter auch die Kommunikationspolitik. Man würde zwischenzeitlich keine Informationen erhalten. Somit sei auch keine zwischenzeitlichen Hinweise möglich. Hier schaltete sich Andreas Faulhaber ein und meinte, dass man Herrn Steudten dafür nicht kritisieren könne, da er dafür nicht verantwortlich sei und bedankte sich ausdrücklich für die bisher geleistete Arbeit. Er versuchte auch das Böhlitz-Ehrenberger Projekt in der gesamtstädtischen Sicht einzuordnen: "...und da muss man auch mal sagen, dass die Variante einer kompletten Mensa eine vernünftige Lösung ist – im Gegensatz zu anderen Schulbauten." Er gab aber den Elternvertretern recht, dass mehr Gespräche unter den einzelnen betroffenen Parteien stattfinden müssten. 

 

Nachdem alle Fragen seitens der anwesenden Bürgerinnen und Bürger zunächst beantwortet waren entließ Achtner die beiden Gäste nicht ohne die Gelegenheit zu ergreifen und auch nach dem Stand der Dinge hinsichtlich der Toiletten in der Grundschule Gundorf und deren Schulgarten zu fragen. Herr Jahnke entgegnete, dass 50.000 Euro für die Ertüchtigung bzw. den Ersatz und die Einhausung des Containers zur Verfügung stünden und es Mitte Januar eine Vor-Ort-Begehung geben werde. 

 

Im Anschluss informierte Ortsvorsteher Achtner von den beiden letzten Stadtratssitzungen. In der Novembersitzung wollte die Stadtverwaltung 350.000 Euro, die bereits für die Planung der Erweiterung der Gundorfer Schule in den Finanzhaushalt eingesetzt waren für die Schule in der Gießerstraße verwenden. Durch Gespräche mit der CDU-Stadtratsfraktion und in Absprache mit der SPD-Fraktion wurde noch schnell ein Änderungsantrag in die Stadtratssitzung eingebracht, durch den die Deckung durch andere Quellen als durch die Mittel des Projektes "Grundschule Gundorf". 

 

In der Dezembersitzung sollten dann nochmals knapp 63.000 Euro aus dem 2. Bauabschnitt der Grundschule Böhlitz-Ehrenberg entnommen werden. Daraufhin habe Achtner einen Rundumbeschluss per E-Mail im Ortschafstrat erwirkt, durch den er einen Änderungsantrag am selben Tag der Stadtratssitzung einbringen konnte. Durch einen eingefügten Satz in besagter Vorlage stehen diese Mittel nun der Grundschule Böhlitz-Ehrenberg in 2019 wieder zur Verfügung. 

 

Achtner informierte auch darüber, dass er wegen des ersten Falles den Leiter des Büros für Ratsangelegenheiten angeschrieben habe, warum der Ortschaftsrat von solchen Vorlagen nichts weiss, obwohl selbst der Stadtbezirksbeirat Süd-West die Vorlage auf der TO hatte. Eine Antwort stünde noch aus. 

 

Zum Abschluss wünschte Achtner allen Bürgerinnen und Bürgern eine frohe Weihnachtszeit sowie einen guten Start ins Jahr 2018. Die nächste Sitzung des Ortschaftsrates findet am 25.1.2018, um 18.30 Uhr im soziokulturellen Zentrum "Große Eiche" statt. 

 

Quelle: Fotoauszüge aus der Beschlussvorlage der Stadt Leipzig

 

 

Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Please reload

Anzeige

Anzeige

Bücher, Kalender, Souvenirs u. v. m.

Online-Shop

Das könnte Dich auch interessieren:

Anzeige

Please reload

Anzeige

Herausgeber
Kolb & Achtner Werbeagentur & Verlag
Inhaber: Denis Achtner
Leipziger Straße 71・04178 Leipzig

03 41 / 4 41 85 05

info@kolb-und-achtner.de

E-Mail senden

  • Facebook Social Icon

Redaktion & Umsetzung:
© 2019 by Denis Achtner
Kolb & Achtner Werbeagentur & Verlag
Inhaber: Denis Achtner
Leipziger Straße 71・04178 Leipzig

03 41 / 4 41 85 05

E-Mail senden