Heimat – aktiv erlebt und gelebt
- Steffi Lieberodt

- vor 9 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Aktive Nachbarschaft Rückmarsdorf:

Ganz im Sinne unserer Aktiven Nachbarschaft Rückmarsdorf haben wir für viele Menschen unseres Ortes versucht, die Frühjahrsmonate inhaltlich bunt zu gestalten. Und tatsächlich legten wir aus verschiedenen Blickrichtungen nicht nur Augenmerk auf die Natur.
Da war zunächst zur Begrüßung der »„grünen Jahreszeit« unsere nun schon traditionelle Pflanzenbörse am Dorfteich, bei der wieder viele kleine Pflanzen, Ableger, Knollen und andere Gewächse neue Garten-oder Balkonbesitzer fanden. Bei dieser Gelegenheit konnten sich nicht nur Pflanzenfreunde treffen und ein wenig fachsimpeln, sondern auch andere Besucher genossen die gemütliche Atmosphäre an unserem Dorfteich. Natürlich behielten wir dabei auch das »Sorgenkind Dorfteich« im Auge und werden nun auch versuchen, die neu gegründete Initiativgruppe um Christian Schannewitzki zu unterstützen, wenn es darum geht, dieses dörfliche Kleinod zu erhalten. Einige Seniorinnen und Senioren haben sich bereits schriftlich um eine Mitgliedschaft im angestrebten Verein zum Erhalt des Dorfteiches beworben, denn viele ältere Rückmarsdorfer verbinden mit diesem Ort schöne Erinnerungen.
Schöne Erinnerungen bietet aber auch unser Elster-Saale-Kanal, seit 1999 auch Saale-Leipzig-Kanal genannt. Mit einem interessanten Dokumentarfilm haben wir über 30 Gästen während einer Veranstaltung im Mai die Geschichte dieses nie vollendeten Bauprojektes, welches seinen Anfang im Jahre 1933 nahm, nahe bringen können. Interessant dabei waren die Pläne für diesen Kanal, deren Realisierung bisher nicht nur am Willen der Stadt Leipzig scheiterte, sondern auch an den doch recht hohen Kosten. Trotzdem blieb der Traum vom Wasserstraßenweg von Leipzig, über die Saale bis nach Hamburg an diesem Filmnachmittag erhalten. Vielleicht können ja irgendwann nachfolgende Generationen mit dem Paddelboot diese tolle Flusslandschaft ohne verbindungstechnische Hürden erkunden? Vorerst soll jedoch entlang des Kanals bis 2030 ein 20 Kilometer langer Radweg entstehen.
Eine Erkundung der besonderen Art erlebten am 27. Mai Interessierte auf dem Bienitzgelände. Dafür luden wir zwei Stadtwaldranger, Frau Franka Seidel und Herrn Marko Reimann, ein, die uns den Bienitzwald mit ihrem fachlichen Know-how mal von einer ganz anderen Seite nahebrachten. Oft war es der Blick nach oben, der uns die Vielfalt, Schönheit und teilweise auch Seltenheit von etlichen Baumriesen vor Augen führte. Trotzdem kann man die Augen nicht vor den Problemen dieses schönen Gebietes verschließen, auch wenn die Vögel an diesem Vormittag bestens drauf waren. Zum Glück versucht die Stadt mit Konzepten Schlimmeres zu verhindern und beginnt mit kleinen Nachforstungsprojekten, um die Baumartenvielfalt zu schützen und zu erhalten. Die Unterstützung der angrenzenden Heimatvereine ist dabei besonders wichtig.
Wichtig für unsere ehrenamtliche Arbeit als aNR ist es hingegen, dass wir vielseitige und abwechslungsreiche Angebote für möglichst verschiedene Altersgruppen anbieten. Deshalb sind wir sehr froh, dass es uns gelungen ist, mit einer neuen Verbindung und gastfreundlichen Unterstützung im Monat Mai, nun schon zum 2. Mal in diesem Jahr, eine Tanzveranstaltung im Rückmarsdorfer Restaurant Haveli durchführen zu können. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Location gefunden haben, um einen ergänzenden Treffpunkt für gesellige Nachmittage zu haben. Dankeschön an die Betreiberfamilie Kour.
Dankbar sind wir auch unserem Handballverein Rückmarsdorf, der uns nach wie vor in unkomplizierter Weise und vor allem kostenfrei die Räumlichkeiten des Vereinsgebäudes in der Ehrenberger Straße 5 zur Verfügung stellt. Ohne diese Möglichkeit hätte die aNR sozusagen kein Dach über dem Kopf, auch wenn wir seit diesem Jahr drei neue Bierzeltgarnituren vom Brauchtumsgeld für Veranstaltungen im Freien erwerben konnten. Dankeschön an unseren Ortschaftsrat, der diese Anschaffung unterstützte.
Unterstützung hat die aNR auch immer dann, wenn es darum geht, inhatliche, materielle oder organisatorische Hilfe zu erhalten. So möchten wir uns bei Christiane Reitinger bedanken, die in diesem Frühjahr bereits zum 4. Mal einen Malkurs leitete und bei Gabi Wunderlich, die in den letzten Wochen die eine oder andere Yogastunde mit ihrem Fachwissen durchführte. Auch Handwerker sind schnell mal zur Stelle, wenn sie gebraucht werden oder wieder mal ein Wasserhahn tropft. Selbst die unkomplizierte Technikhilfe für streikende Handys und Computer unserer Seniorinnen und Senioren ist aus den Reihen der aNR fast immer möglich. Und da ja gewöhnlich ohne Moos nix los ist, bedanken wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Frau Dr. Katja Stolzenburg, bei Frau Dr. Bärbel Taschke und bei Frau Bettina Freydank für die großzügige finanzielle Unterstützung. Ohne diese Unterstützung wären unsere Möglichkeiten, für Menschen unseres Ortes etwas zu organisieren oder zu gestalten, wesentlich eingeschränkter. Und manchmal sind es die ganz besonderen oder kleinen Dinge, die aber große Wirkung zeigen und Freude bereiten. So bedankt sich die aNR bei Frau Katja Herrmann, die für die 100-Jahrfeier unserer Feuerwehr einen übergroßen Geburtstagskuchen backte, der sicher nicht alltäglich war. Und für die etwas kleineren Feuerwehrleute unserer Jugendfeuerwehr erklärte sich Frau Dorothea Stephan zum Backen vieler kleiner Muffins bereit. So schön kann Nachbarschaftshilfe funktionieren, wenn nicht jeder nur an sich denkt und man auch mal anderen eine Freude bereitet.
Und ab und zu muss man auch wieder mal ans Aktivsein denken. Und auch wenn wir mit Geld immer haushalten müssen, so haben wir auf unserer nunmehr 5. Radtour in die nähere Umgebung nicht an körperlicher Aktivität gespart. Am 15. Juni radelte eine Gruppe in Richtung Lützschena zum Bismarckturm, um genau dieses bauliche Denkmal endlich auch einmal von innen zu besichtigen. Der Vereinsvorsitzende, Herr Stephan Weinholz, konnte gemeinsam mit seiner Vereinskollegin, Frau Elke Fabig, den Turm mit viel fachlicher Kompetenz erklären. Der Blick vom Bismarckturm in die umgebenden Ortschaften und eine gemütliche Einkehr in das »Alte Kino« in Schkeuditz rundeten diese Halbtagestour ab. Schön war auch, dass auch diejenigen den Ausflug mit erleben konnten, die sich das Radfahren nicht mehr zutrauen und dass die Aktive Nachbarschaft auch hier ihrem Namen und Anliegen gerecht werden konnte, denn nur durch Gemeinschaft bleibt ein Dorf lebenswert.
In diesem Sinne freuen wir uns auf das 2. Veranstaltungshalbjahr, welches wir nach der Sommerpause Ende August mit 50 Personen bei einer Sonderbusfahrt zur Talsperre Kriebstein, verbunden mit einer Schifffahrt und einem Operettenbesuch auf der Seebühne, einläuten werden. Über danach folgende Veranstaltungen informieren wir zu gegebener Zeit an dieser Stelle und über unsere Community, die sich mittlerweile sehr bewährt hat und der man auch beitreten kann, wenn man an neuen Informationen und Veranstaltungshinweisen interessiert ist. Hierzu kann man unser Teammitglied Hans-Jürgen Weißbecker unter 0179/5174311 kontaktieren. Wir wünschen allen Rückmarsdorfern einen zufriedenen und sonnigen Sommer, den Sie alle bei bester Gesundheit genießen und gestalten mögen.
Steffi Lieberodt



























































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