Ein Dach für Kinder
Aktive Nachbarschaft Rückmarsdorf:

Alles war vorbereitet für das Fest für unsere Rückmarsdorfer Kinder, das nun schon zum sechsten Mal am Wachberg stattfinden sollte. Nun kam der Tag heran, das Wetter gestaltete sich immer wechselhafter und vier Tage vorher waren die Prognosen für den 20. September so schlecht, dass der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Alarm schlug. Nein, keinen Feueralarm, sondern Regenalarm. Unsere Feuerwehr und auch die Jugendfeuerwehr sind aus dem Programm und auch als Helfer in jeder Situation nicht mehr wegzudenken.
Und so kostete es mich, die ich ja den Hut für alles aufhatte, eine schlaflose Nacht. Dann stand es fest: Es fällt nicht aus! Wir brauchen ein Dach über dem Kopf. Rückmarsdorf hat einiges an Unterschlupfmöglichkeiten zu bieten. Doch wie kommt man da ran? Der Schulleiter hätte bestimmt seine Zustimmung gegeben, aber die Turnhalle untersteht nun mal der Stadt und dort war kein Herankommen, wenigstens nicht telefonisch. Aber die Zeit drängte und ich fasste mir ein Herz und fragte den Geschäftsleiter des Autohauses Weller. Dieser und seine verantwortlichen Mitarbeiter hatten nicht nur ein Herz, sondern auch ein Dach für die Kinder. Dafür ein ganz dickes Dankeschön.
So konnten wir, nachdem alle verfügbaren Medien genutzt wurden, um die Änderung bekannt zu geben, das Fest doch noch unter Dach und Fach bringen. Und es wurde ein schönes, lustiges, harmonisches Fest. Allen Helfern und Unterstützern vielen Dank für ihre Flexibilität. Alle Spiel- und anderen Stationen waren da. Nur das Wasserturmklettern musste ausfallen. Unseren bewährten Laufzetteln zufolge beteiligten sich 82 Kinder und auch so manch einer oder eine der Erwachsenen mit großem Spaß am Toreschießen, Hoola-Üben, Pflastermalen usw. Es gab auch großes Interesse an der Erkundung des Löschfahrzeuges sowie am Infostand der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr. An dieser Stelle nochmal unsere Bewunderung und unser Dank an die Jugendlichen, die als Helfer umsichtig und mit viel Tatkraft überall zur Stelle waren, wo Hilfe benötigt wurde. Verhungern und verdursten brauchte auch niemand, denn es gab außer Leckereien wie Zuckerwatte und Kräppelchen auch Getränke und ein Gesundbuffet. Auch beim reich ausgestatteten Flohmarkt fand mancher ein Schnäppchen für kleines Geld, welches wiederum später Rückmarsdorfer Vereinen zugutekommen soll. Hier sei auch den Spendern der vielen schönen Spielsachen herzlich gedankt.
Es ist wirklich allen Rückmarsdorfern, die sich an dem Fest in der einen oder anderen Weise beteiligt haben, zu danken. Nicht nur das Fest selbst ist das Resultat, sondern wieder ein kleines Stück mehr Zusammenhalt der Ortsgemeinschaft, gegenseitiges Kennenlernen und Verständigung untereinander – ein Stück Miteinander.
Anne Bernstädt




















































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