Interimsschulbau
- Andreas Knoche

- vor 2 Tagen
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Aus der Ortschaftsratssitzung Rückmarsdorf:

Die Sitzung des Ortschaftsrates fand am 16.6.2026 statt. Das Ortschaftsratsmitglied Andreas Knoche begrüßte die Gäste, die in reichlicher Zahl erschienen waren. Von Seiten der Stadt Leipzig waren zwei sachkundige Verwaltungsangestellte mit anwesend, die kompetent Rede und Antwort standen. Erfreulich war die gute Beteiligung und das rege Interesse von den Rückmarsdorfern.
Der Hauptpunkt an diesem Abend behandelte den Rückmarsdorfer Interimsschulbau. Es laufen derzeit verstärkte Bauaktivitäten, die grundsätzlich auf positive Resonanz stoßen. Jedoch kommt es durch die Bauarbeiten zu Lärm- und Staubbelästigungen. Es wurden die gegensätzlichen Positionen ausgetauscht. Grundsätzliches Problem ist der enge Bauzeitenplan, einhergehend mit dem vor der Tür stehenden Schulbeginn. Daher ist der frühe Baubeginn am Morgen und die Arbeiten an eventuellen Samstagen notwendig. Dies erläuterte Herr Arndt Kurze von der Stadt Leipzig und bat um Verständnis für diese unangenehmen Baubegleiterscheinungen.
Es wurden auch die hohen Kosten für den Interimsschulbau erläutert. Zudem haben die notwendigen Entwässerungsarbeiten, die aus dem natürlichen Gefälle entstanden sind, zu höheren Kosten geführt. Zum anderen ist das grundsätzliche Problem der hohe Anspruch an diese Gebäude, welche eine Übergangslösung sein soll. An diesen Bau werden die gleichen hohen Anforderungen gestellt wie an einen Neubau.
Eine weitere Frage der Rückmarsdorfer betraf den Rückbau. Es sind Zweifel bei vielen Bewohnern gekommen, da die Bauaktivitäten sich sehr massiv vor Ort äußern. Es sind sehr viele Betoneinzelfundamente und große Rohrleitungen im Zuge der erheblichen Erdarbeiten gesichtet worden. Es wurde auf den Pachtvertrag verwiesen. In diesem Vertrag ist der Rückbau festgeschrieben und muss somit auch, nach Ende der Schulnutzung, wieder rückgebaut werden.
Der Schuldirektor Herr Schubert legte aus seiner Sicht die organisatorischen Probleme dar, die sein Schulkollegium derzeit zu bestehen haben. Der Unterricht aus Kisten ist nur schwer möglich und das Nervenkostüm der Beteiligten wird mit der Zeit auch verständlich dünner. Herr Danel vom Amt für Schule teilte Herrn Schubert seine Bereitschaft zur Problemlösung mit. Wir sind gespannt, was aus dieser Zusage wird, und hoffen auf einen relativ geringen Reibungsverlust. Zur Wegsicherung hat die Stadt Leipzig zwei Querungshilfen zugesagt. Die genauen Punkte werden derzeit noch abgeklärt.
Dass nach sehr langen Planungsjahren ein neuer und moderner Schulbau entsteht, sollte nicht vergessen werden. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Jeder bekommt derzeit die rückläufigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit. Daher sollten wir auch dankbar für diesen zukünftigen Schulneubau sein und die Widrigkeiten tolerieren. Das lateinische Wort tolerare bedeutet ursprünglich »ertragen«, »aushalten«, »erdulden« – das umzusetzen und zu ertragen, ist nicht immer einfach.
Der Ortschaftsrat Rückmarsdorf lädt hiermit zur nächsten Ortschaftsratssitzung am 25.8.2026, 19.00 Uhr im Ortsteilzentrum ein. Das wichtigste Thema werden die Erläuterungen der Verantwortlichen zum Schulneubau und die daraus resultierenden Beeinträchtigungen sein. Fragen hierzu sollten dem Ortschaftsrat schon vorab mitgeteilt werden, damit sich die Verwaltung darauf vorbereiten und fundierte Antworten geben kann. Angekündigt hat sich außerdem Herr Dienberg, unser Patenbügermeister. Der Ortschaftsrat bittet weiterhin alle Bürger um Vorschläge für das Haushaltsjahr 2027/2028, um Rückmarsdorf noch lebenswerter zu gestalten. Ich wünsche einen sonnigen Sommer.
Andreas Knoche



















































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