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Pfingstfest begeisterte Gäste

Verein zur Rettung kirchlicher Baudenkmäler zu Gundorf e. V.:


Im Pfarrgarten
Im Pfarrgarten

Mit einem rundum gelungenen Fest wurden Kirche und Pfarrscheune Gundorf am Pfingstsonntag zu einem bunten Ort voller Kultur, netten Gesprächen und wunderbaren Eindrücken. Bei strahlendem Frühsommerwetter füllte sich bereits am Nachmittag der Pfarrgarten, wo viele Gäste bei Kaffee und Kuchen die besondere Atmosphäre genossen. Die liebevoll mit Blumen geschmückte Pfarrscheune und der in seiner natürlichen Schönheit verzaubernde Pfarrgarten boten den passenden Rahmen für einen abwechslungsreichen Tag.


Den kulturellen Auftakt bildete ein Tanz im Pavillon zum Thema »Der Tod und das Mädchen«, ausgeführt von Emilia und Katrin Dittrich. Voller Ausdrucksstärke zeigten die beiden Figuren als Mädchen und Tod die Stufen einer Annäherung, dann das Abstoßen voneinander und am Ende Vereinigung in gegenseitiger Akzeptanz.


Kultur in der Gundorfer Kirche
Kultur in der Gundorfer Kirche

Beeindruckt davon begaben sich die Besucherinnen und Besucher anschließend auf eine weitere spannende musikalische Ent­deckungsreise zu diesem Thema in die Kirche. Sie erlebten ein Konzert, worin es um die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Tod und insbesondere um die Entstehung und Weiterentwicklung des Themas »Der Tod und das Mädchen« ging. Dieses Thema hat Generationen von Künstlern inspiriert. Da gehörten das Gedicht von Matthias Claudius, das von Franz Schubert komponierte Lied sowie der 2. Satz seines Streichquartetts Nr.14 d-Moll zu den Kernstücken des Programms. Weiterhin kamen besondere Arien aus ver­schiedenen Opern zu Gehör, z. B. das Chanson »Youkali« von Kurt Weill, sehr einfühlsam vorgetragen von Marianna Ntinou. Außerdem ergänzte eine Bildprojektion die Moderation von Bettina Relke, welche das Publikum von der Antike bis ins 20. Jahrhundert führte. Hervorragende Solistinnen und Solisten des Freiberger Opernhauses sowie ein Kammerensemble des Leipziger Ärzteorchesters gestalteten gemeinsam dieses außergewöhnliche Konzertprogramm.


Am Abend verlagerte sich das Geschehen wieder in den Pfarrgarten und die Pfarrscheune. Begleitet von Klängen des Posaunenchors Böhlitz-Ehrenberg verwandelte sich das Gelände in einen großen Biergarten, der schnell zum Mittelpunkt geselligen Beisammenseins wurde. Besonderes Interesse galt dem selbst gebrauten Pfarrscheunen-Ale, das von Mitgliedern des Posau­nenchores Böhlitz-Ehrenberg unter Anleitung des Haus- und Hobbybrauers Frank Neumeister, zu­gleich Mitglied des Pfarr­scheunen-Teams, her­gestellt worden war. Rund um den Zapf­hahn herrschte reges Treiben, während ge­genüber frisches Tre­berbrot angeboten wurde. Gebacken von Lars Angermann aus Burghausen und serviert mit verschiedenen Aufstrichen, fand auch dieses Angebot großen Zuspruch.


So klang dieser besondere Pfingstsonntag in Gundorf in fröhlicher und entspannter Atmosphäre aus. Dankbar blicken die Veranstalter auf die große Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zurück, die in Vorbereitung und Durchführung viel Zeit, Herzblut und Engagement investiert haben. Besonderer Dank gilt auch denjenigen, die spontan mit anpackten, als der Be­sucherandrang am größten war. Vor allem aber gilt der Dank den vielen Gästen, die diesen Tag mit Leben, Begegnungen und unzähligen positiven Momenten erfüllt haben.

Jana Plewka

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