Unterricht wie zu Kaisers Zeiten
Grundschule Gundorf:

Einen ganz besonderen Eindruck in den Schulalltag vergangener Zeiten bekam die Klasse 4 der Grundschule Gundorf bei ihrem Besuch im Schulmuseum. Im Mittelpunkt stand eine historische Unterrichtsstunde, bei der die Kinder selbst erleben konnten, wie streng der Schulalltag vor ca. 120 Jahren war. Schon beim Betreten des alten Klassenraums fühlten sich die Kinder in eine andere Zeit versetzt. Die Schülerinnen und Schüler saßen ordentlich nach Mädchen und Jungen aufgeteilt auf alten Holzbänken. Auch die Kleidung und die Einrichtung erinnerten an die Zeit vor mehr als 100 Jahren. Während der Unterrichtsstunde mussten sich die Kinder an strenge Regeln halten. Sie mussten gerade sitzen, aufmerksam zuhören und nur sprechen, wenn sie vom Lehrer dazu aufgefordert wurden. Natürlich gab es auch Strafen, wenn die Kinder beim Antworten das Aufstehen vergaßen. Alle bekamen einen Eindruck davon, wie diszipliniert der Unterricht damals war.
Eine Händekontrolle gehörte ebenso zum täglichen Schulalltag wie die Läusekontrolle. Auch auf das äußere Erscheinungsbild der Kinder wurde großer Wert gelegt. Zwischenrufe, Unaufmerksamkeiten oder falsche Antworten konnten unangenehme Folgen haben. Wer nicht richtig antwortete, musste auf die Eselsbank und bekam eine Eselsmütze aufgesetzt. Alle Kinder durften das »Eselskind« dann auslachen. Manchmal hieß die Strafe auch nur: »Ab in die Ecke!« Für die Schüler und Schülerinnen war diese besondere Unterrichtsstunde eine spannende Erfahrung. Mit viel Neugier und auch einer Portion Humor erlebten sie, wie anders die Schule früher war. Der Besuch im Schulmuseum machte Geschichte auf besondere Weise erlebbar. Die Klasse 4 konnte dabei nicht nur viel über den Unterricht und die Lebensbedingungen vergangener Zeiten erfahren, sondern auch feststellen, wie sehr sich Schule von heute verändert hat. Deshalb waren sich alle Kinder am Ende einig: Eine Unterrichtstunde mit Eselsbank und Eselsmütze ist interessant, aber zum Glück gehört sie heute der Vergangenheit an.
P. Franz, Lehrerin




















































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